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Schützen auf Vereinsfahrt nach Alpbach in Tirol Von 11. bis zum 14. Juni unternahmen 15 Mitglieder des Schützenclub Budenheim eine grandiose Vereinsfahrt nach
Österreich, die bei allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Am 11. Juni trafen sich bei Regen die Schützen um 7 Uhr vor dem Rathaus in Budenheim, um von dort in Richtung Österreich aufzubrechen. Nach dem das
Gepäck und alle Schützen verstaut waren ging es über Frankfurt, Nürnberg und München Richtung Österreich. Die erste Rast wurde in der Nähe von Würzburg eingelegt. Wie es sich für Rheinhessen gehört, ließen sich die
Budenheimer das Frühstück mit Weck, Worscht und Woi schmecken. Weiter ging es auf der A9, wo kurz vor München der nächste Halt eingelegt wurde, da der Busfahrer seine gesetzlich vorgeschriebene Pause einlegen musste. Am
Nachmittag war das Tagesziel erreicht: Alpbach im Herzen von Tirol, als schönstes Dorf ausgezeichnet, weitab von Trubel und Verkehr. Sogar das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, hatte es bis zur Ankunft über drei
Wochen geregnet, wurden die Schützen an den folgenden Tagen mit viel Sonnenschein und über 25 Grad verwöhnt.
Der Erste Vorsitzende, Bodo Scherer, hatte sich für die Unterkunft etwas Besonderes einfallen lassen: Ein
gesamtes Haus mit fünf Ferienwohnungen war nur für die Schützen reserviert, sodass bei den abendlichen „Balkonveranstaltungen“ niemand im Haus gestört werden konnte. Nach dem alle ihre Wohnungen bezogen hatten, wurde
das Dorf Alpbach, welches sich mit seiner Blütenpracht von seiner schönsten Seite zeigte, während eines gemütlichen Bummels erkundet. Im Anschluss wurden die hungrigen Reisenden bereits im nahe gelegenen Gasthof „Der
Berghof“ zum Abendessen erwartet.
Nach dem Frühstück brachen alle bei strahlendem Sonnenschein auf, um den ersten 2000er zu „bezwingen“. Mit dem gecharterten Bus, der den Schützen für die gesamte Zeit Vorort
zur Verfügung stand, ging die Fahrt nach Finkenberg ins Zillertal. Mit der Seilbahn ging es hoch hinaus. Nach dem „anstrengenden Aufstieg“ wurden die Schützen auf ca. 2080 Meter von einem grandiosen Ausblick über die
Alpen belohnt. Einige zogen es vor einfach zu relaxen, andere wiederum wanderten zu einer entlegenen Hütte, wobei doch einige die etwas dünnere Luft in 2000 Metern Höhe unterschätzten. Alle trafen sich dann in einem
Berggasthof zur gemeinsamen Brotzeit.
Am Nachmittag stand noch der lustigste Friedhof Österreichs auf dem Programm. Auf dem Kramsacher Museums-Friedhof wurde die Sammlung von Hans Guggenberger besichtigt. Würden man
die auf dem weltweit einzigartigen Museums-Friedhof gezeigten Grabinschriften und Marterlsprüche heute verwenden, müsste man sich Pietätlosigkeit vorwerfen lassen. Aber vor 100 Jahren hatten die Menschen noch eine andere
Beziehung dazu: „Hier ruht Franz Josef Matt, der sich zu Tode gesoffen hat. Herr gib ihm die ewige Ruh und ein Gläsle Schnaps dazu.” „Hier liegt Elias Gfahr, gestorben im 60. Jahr.
Kaum hat er das Licht der Welt erblickt, hat ihn ein Wagenrad erdrückt.“ In Alpbach wieder angekommen ließen die Schützen nach einem zünftigen Abendessen den Abend bei Wein und Bier mit „tiefsinnigen“
Gesprächen auf den Balkonen des Hauses ausklingen. Das vom Ersten Vorsitzenden vorgeschlagene Protokoll über diesen Abend wurde mehrheitlich, ohne Enthaltung und Gegenstimme, abgelehnt.
Am nächsten Samstagmorgen stand
für alle eine Fahrt der Extraklasse oder besser gesagt, eine Fahrt mit besonderem Reiz an. Auf dem Programm stand die Zillertaler-Höhenstraße, die zu schönsten Alpenstraßen Österreichs gehört. Diese 45 Kilometer lange
und teilweise sehr schmale, Serpentinen reiche Pass-Straße, einigen meinten die Radwege am Rhein seien breiter, führte entlang des Zillertals bis auf 2100 Meter. Belohnt wurden alle mit grandiosen Ausblicken und
faszinierender Natur. Auf halber Wegstrecke wurde im urigen „Almstüberl“ Rast gemacht, mit Tiroler Speckknödeln und zünftiger Hausmusik „unplugged“ genoss man die herrliche Frühlingssonne. Aufgrund der schmalen
Passagen der Straße und des Gegenverkehrs, der Busfahrer zeigte wirklich sein Können, waren nicht alle Teilnehmer am Ende der Höhenstraße so begeistert, wie der Rest der Truppe. Zum Abschluss des Tages wartete noch einer
Sommerrodelbahen der Extraklasse auf die Schützen in Zell an der Ziller. Mit robusten Rodelschlitten ging es, für einige mehrmals, die 1500 Meter lange Strecke bergab, dies bedeutete Spaß für alle.
Nach dem
Abendessen besuchte ein Teil der Gruppe die Schützenkompanie Alpbach 1952 auf dem Schützenfest in Inneralpbach. Adressen wurden ausgetauscht und für das kommende Jahr ein Treffen vereinbart. Am Sonntagmorgen hieß es
kurz nach 9 Uhr Abschied nehmen von der Hauswirtin und von Alpbach. Vorbei am Achensee und Tegernsee, mit Verpflegung und Erholungs-Zwischenstopps, trafen die Schützen froh und munter um 18.00 Uhr in Budenheim am Rathaus ein
und alle waren der Meinung: Es war eine traumhaft schöne Fahrt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt, haben die gute Luft, die Sonne und das Essen genossen und sind erholt zurückgekehrt. Diese Fahrt werden wir so schnell
nicht vergessen!“ Alle dankten der Kassiererin, Gaby Merz, und dem Ersten Vorsitzenden, Bodo Scherer, für die gelungene Planung der Reise.
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